Trass, Zemente, Mörtel PDF Drucken

Rheinischer Trass und Trass-Bindemittel

 

Trass ist ein Naturprodukt und verdankt seine Entstehung der Vulkantätigkeit in der Vordereifel.
Seine wesentlichen Bestandteile sind Kieselsäure und Tonerde. Stoffe dieser Art nennt man auch „Puzzolane“, nach dem Fundort Puzzuoli am Vesuv. Die römischen Baumeister haben die vortrefflichen Eigenschaften früh erkannt und besonders im alten Rom in reichem Maße das dem Trass gleichgeartete Baumaterial zum Beispiel bei der Errichtung des Kolosseums, des Pantheons, der Engelsburg verwendet. Infolge ihrer Vertrautheit mit der Puzzolane in Italien haben die Römer auch den Trass im Eifelgebiet gefördert und für die Mörtel- und Betonaufbereitung verwendet. Nach den Römern haben dann im Mittelalter die Niederländer die Trasseigenschaften technisch genutzt, um Bauwerke gegen Feuchtigkeit und Wassereinwirkung widerstandsfähig zu machen. Trass ist somit ein seit vielen Jahrhunderten bewährter Baustoff. Trass ist kein selbständig erhärtendes Bindemittel, sondern seine hydraulischen Eigenschaften werden erst wirksam durch Zugabe von Kalk oder Zement. Eine Mischung von Trass und Kalk ergibt ein hydraulisches, d. h. ein der Luft und unter Wasser erhärtendes Bindemittel. Bei Zugabe von Trass zum Zement wird der freie und freiwerdende Kalk des Zementes vom Trass gebunden. Durch die Kalkbindung erhöht Trass die Dichtigkeit, Festigkeit, Elastizität und Beständigkeit des Mörtels bzw. Betons gegen aggressive Wässer.

Sanierung mit Trasskalk, Ruhmeshalle in MünchenHochhydraulischer MEURIN-Trasskalk wird durch gemeinsames Vermahlen von normengemäßem MEURIN-Trass und Kalk hergestellt. Die Anwendungsgebiete von MEURIN-Trasskalk umfassen die Herstellung von Mauermörtel aller Mörtelgruppen nach DIN 1053 sowie von Außenund Innenputzen für die Sanierung alter historischer Gebäude. Darüber hinaus findet Trasskalk als Bodenverfestiger, sowohl im Wirtschaftswegebau als auch im gesamten Straßenbauwesen Verwendung. Der fabrikfertige hochhydraulische MEURINTrasskalk erfüllt die Bedingungen der EN 459  für hochhydraulischen Kalk HL5.

Frankfurter Polizeipräsidium, TrasshochofenzementTrasshochofenzement ist die Weiterentwicklung der seit Jahrzehnten bewährten Baustellenmischung von Trass und Hochofenzement. Der fabrikfertige Trasshochofenzement ist einzureihen in die Gruppe der „Puzzolanzemente“. Trasshochofenzement wird durch gemeinsames Vermahlen von Portlandzement, Hüttensand und Trass hergestellt.
SIALCA ist unser Trasshochofenzement mit NW/HS-Eigenschaften. Dieser Sonderzement hat sich seit Jahrzenten im gesamten Wasserbau (Kanalisationsbereich, Kläranlagen, Staustufen …) insbesondere dort, wo ein widerstandsfähiger Beton gegen aggressive Gewässer verlangt wird, durch seine „ewige Härtung“ und hohe Dichte bewährt.



KläranlageTrasszement ist die geschichtliche Verbindung der Römerzeit mit der aktuellen Baupraxis. Seit der Römerzeit bewährt, ist Trasszement heute ein modernes Bindemittel. Der Trassanteil im Zement gibt dem Mörtel, Putz oder Beton eine gute Verarbeitbarkeit, hohe Geschmeidigkeit, Dichtigkeit, hohes Wasserrückhaltevermögen und Beständigkeit. Trass-Zement-Mörtel vermindert die Gefahr von Ausblühungen und Fleckenbildung. Von Natur aus ein kalkärmerer Zement, bindet der Trassanteil zusätzlich CaO und bildet durch diese Kristallbildung ein sehr dichtes und widerstandsfähiges Gefüge.
 
 
 
 
 
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