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Die Rheinische Natursteinindustrie
 
Die Vulkantätigkeit des Laacher See - Gebietes brachte für die Pellenz in der Osteifel einen noch heute vorhandenen, vielfältigen Reichtum an Natursteinen. Schon seit der Vorzeit nutzten die Menschen diese Vorkommen in jeder Weise. Vornehmlich beherrschte die Erzeugung von Mühlsteinen aus Basaltlava viele Jahrhunderte das Geschehen. Die ergiebigen Gruben und Brüche wurden insbesondere seit der Römerzeit intensiv genutzt. Sie benötigten Handmühlen und Mahlsteine aus Basaltlava für die Truppenversorgung mit Mehl. Als Baumaterial für Wohn- und Befestigungsbauten förderten die Römer Tuffgestein unter Tage. Ausgedehnte Stollensysteme zeugen noch heute von den römischen Aktivitäten.
Neben den als Baumaterial verwendeten Tuffsteinquadern, diente das zu Traß zermahlene Tuffgestein in Verbindung mit Kalk als Naturbindemittel für die Herstellung von Mörtel. Versand- und Umschlagplatz war schon damals die römische Siedlung "Antunacum" - Andernach am Rhein. Von dort aus gelangten die Natursteinerzeugnisse und Baustoffe zu ihren Bestimmungsorten. Entlang des Rheines und der Mosel zeugen die römischen Bauwerke von deren handwerklichem Geschick und baumeisterlichem Sachverstand.
Eine weitere Blütezeit erlebte darauf aufbauend die Förderung der Natursteine als die Niederländer die besondere Eignung von Traß für die Herstellung von hydraulischen Bindemitteln erkannten. Diese benötigten sie in großen Mengen für die zu errichtenden Wasserbauwerke. Die Mühlsteine dienten nunmehr auch dem Zermahlen von Tuffgestein zu Trass.

Seit dem Anfang des 2o. Jahrhunderts rückten zwei weitere vulkanische Rohstoffe in den Mittelpunkt: Bimse und Lava fanden insbesondere seit der Erfindung des Bindemittels Zement Verwendung in der aufkeimenden Baustoffindustrie. Der stetig wachsende Wohnungsbaubedarf konnte von den Baustoffproduzenten großflächig bedient werden, da insbesondere die Leichtbeton-Baustoffe aus Bims wegen ihres geringen Gewichtes auch über größte Entfernungen kostengünstig transportiert werden konnten. Zudem wurde für die Produktion nur sehr wenig Energie benötigt, die zu dieser Zeit und auch nach den beiden Weltkriegen kaum zur Verfügung stand.

Im Verlauf der letzten 1oo Jahre entwickelte sich eine technisch hochstehende Baustoffindustrie, die sich die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten der Rohstoffe Bims, Tuff, Lava und Basaltlava zunutze macht.
 
 
Die Rohstoffbasis des Unternehmens

Seit nunmehr fast 150 Jahren bilden die Vulkangesteine des Laacher–See–Gebietes
 

Trass  –  Bims  –  Lava

 
für das Unternehmen Trasswerke Meurin die Rohstoffgrundlage. Diese drei vulkanischen Gesteine sind sowohl in ihrer Struktur als auch in ihrer Verwendungsmöglichkeit verschieden, wenn sie sich auch in ihrer chemischen Zusammensetzung als Verwandte präsentieren. Die unterschiedlichen Materialeigenschaften erklären sich aus der geologischen Entstehung.